Digitale Totalprothesen, sind es preiswerte Massenware oder immer noch ein Highend-Produkt? Ich bin nicht zuletzt nach meiner Tätigkeit bei der Candulor AG in Zürich vom Mehrwert der digitalen Prothese überzeugt, gerne verrate ich Tipps und Tricks welche zur Herstellung einer digitalen Totalprothese hilfreich sein können und zeigt auf, wie wichtig immer noch „analoges Wissen“ für das Design in Exocad oder 3 Shape erforderlich sind.
Mittlerweile ist die Digitalisierung in unseren Beruf nicht mehr wegzudenken. So gehören heute 3D Scanner, Fräsmaschinen oder 3D-Drucker zum Laboralltag. Ich bin der festen Meinung, dass es allerdings immer noch wichtig ist zu entscheiden, wann es Sinn ergibt, analog oder digital vorzugehen. So bin ich in Bezug auf die Totalprothese vom Mehrwert der digitalen Fertigungsweise überzeugt. Bei der Fertigung von Teilprothesen kann man was die digitale Herstellung angeht eher noch geteilter Meinung sein, doch habe selbst ich vor 5 Jahren noch gezweifelt, was die digitale Modellgussprothesen Herstellung angeht.
Generell lässt sich immer darüber streiten was A besser oder B sinnvoller ist. Nehmen wir als Beispiel die Modellanalyse. Es ist nicht falsch Sie noch analog zu machen, davon ausgehend, dass wir von der Zahnarztpraxis einen Analogen Funktionsabdruck erhalten haben. Dann wäre bei mir das Standard vorgehen so, die Arbeitsmodelle in Gips herzustellen und dan wie immer eine analog auf dem Modell eingezeichnete Modellanalyse zu erstellen. Dank der Digitalisierung habe ich sogar die Möglichkeit die schon analog vermessen Modelle als PLY oder OBJ Scan Datei in mein digitales design mit einzubeziehen. Auf die digitale Metanalyse kann ich allerdings nicht verzichten, weil sie Designsoftware dies von uns verlangt. Doppelt gemoppelt? Nein, viel mehr kontrolliere ich so analoges Wissen mit der Digitalen Herangehensweise.